www.wallsoffire.de 03/07
Nach neun veröffentlichten Demos haben es Joint Depression jetzt
mit Hilfe des finnischen Helgate Studios geschafft, 17 Songs
aufzunehmen und auf einem Album zu veröffentlichen. Dabei hat
Produzent Jukka Jokikokko ganze Arbeit geleistet: An der
Produktion gibt es nichts auszusetzen.
Musikalisch bewegt sich die Truppe rund um Sänger Antti Karhu
irgendwo zwischen Coldplay und Sentenced. Was im ersten Moment
vielleicht abschreckend klingen mag, überzeugt aber durchaus.
Die Lieder tragen, wie der Bandname schon verspricht, alle eine
gewisse Melancholie in sich. Schleppende Gitarren und ein
unaufdringliches Schlagzeug unterstreichen diese Stimmung
zusätzlich.
Leider ist genau diese Melancholie das Problem bei „Savage
Infinity“. Nach der Hälfte des Albums hat man das Gefühl, all das
vor ein paar Minuten schon einmal gehört zu haben. Es wiederholt
sich einfach alles. Trotz der etwas zu kurz gekommenen Kreativität
ist “Savage Infinity“ kein schlechtes Album, ein bisschen
Eintönigkeit gehört bei dieser Art von Musik auch irgendwo dazu.
Freunde melancholischer Rockmusik sollten “When Brains Fall Over“
und dem Titeltrack “Savage Infinity“ auf jeden Fall eine Chance
geben.
3/5
Review The Hell Militia